Rubrik: Ausserdem

102 komma 5

Erneut grosse Distanzen die ich zurücklege. Diesmal West-Ost. Diesmal mit dem Zug. Wieder quer durch Europa. Kein Fotoprojekt weshalb ich diesmal aufgebrochen bin. Gerade deshalb scheint sich ständig eine Frage in meinem Kopf zu drehen: Was ist privat, was ist Kunst – in meinem Tun. Ist das private Kunst. Ist die Kunst privat. Alles trifft zu und doch immer wieder der Versuch der Trennung. Zu trennen was nicht zu trennen ist. Ich breche in einer privaten Angelegenheit auf. Ich breche auf um mir ein Bild zu machen, doch auch um ein Bild zu fotografieren. Genau eines. 102,5 Jahre später. Es hat mit meinem Grossvater zu tun, mit dem, den ich kannte, der mir sehr viel bedeutet.

Genau eine Foto möchte ich machen. Es werden mehrere werden, das geht gar nicht anders. Doch es geht um Eines. Wird es mir gelingen? Das sind die Fragen.

Ich habe ein Bild im Kopf. Und ich werde mit einem Bild zurückkommen. Die beiden Bilder werden verschieden sein. Dazwischen liegt die Reise.

Wahrsagerei

Gestern. Genau gestern war es so weit. Ich ging zu den Wahrsagern. Ich habe mir gestern die Zukunft voraussagen lassen!

Der Jahrmarkt ist in der Stadt, da muss ich hin. Eine Glaskugel. Eine Glaskugel rollt über eine Schiene ein System von Schienen. Beeindruckend arrangiert. Sie nimmt kosmische Energien auf, gibt Energien ab, rollt dadurch Spiralen, segelt durch die Luft, gurgelt durch Rohre, durchquert die Elemente. Das Pendel zeigt haargenau zum Erdmittelpunkt. Das Schicksal durchrollt ein Stäbchenlabyrinth.

Die Kugel hinterlasst eine Spur, so wie WIR auch. Ich bin Spurensucher unserer selbst. Das habe ich gemeinsam mit dem Wahrsager. Er lest aus der Spur der Kugel meine Zukunft. Ich lese aus den Spuren von UNS, jedoch lese ich die Gegenwart. Hier ein kurzer Moment der Überschneidung.

Der  Konstrukteur der Apparatur nimmt ein Blatt aus der Maschine, gibt es dem Wahrsager. Aus der Spur wird gelesen. Grossartig. Er lest mir vor, was nur er lesen kann: Die Zukunft bringt einen kreativen Fluss.

Wahrsager sind oft auch Künstler. In diesem Fall sind es Clemens Bauder und Gregor Graf. Noch zu besuchen am Urfahrmarkt bis 7. Mai 2017. Hinterlasst Eure Spur! Wir alle können daraus lesen.

Peer to space – link to an urban online exhibition

First it was a house. Then it was an Europastrasse. Now it is a City. Or is it more cities? I remember it was a house containing a city. In this posting I am writing about an urban space made up by peers. It seems there is a lot of connections. If not by an Europastrasse then by context.

In any case I am very busy at the moment. There are not much postings from my side right now. This can only mean two things: lot’s of vacation or lot’s of work. Take it or leave it – there are a lot of things in the planning for this year, close to release. One of which is an open house in my Atelier in October, a Corviale Exhibition in Passau on 11th of November. A special edition will be released later this year as well – I will reveal more about this in September. And now..

And now there is an interesting online exhibition „OUR CITIES SUROUNDED“. It’s an interesting concept, the curators Carlotta Meyer and Tina Sauerländer of PEER TO SPACE shape an urban space by…

Let’s take a look, here is the link to the online Exhibition….

Musik und Drama

crowdDie Anton Bruckner Universität Linz für Musik, Tanz und Drama hat letzte Woche ihr neues Gebäude eröffnet.
Es wurde auf die grüne Wiese gebaut. Doch als die Baugrube ausgehoben wurde, ist plötzlich das Schloss Hagen wieder aufgetaucht. Das ist jenes Schloss, welches bis 1963 hier stand. Das war ein bemerkenswerter Augenblick: Auf einmal konnte man die Vergangenheit und die Zukunft gleichzeitig sehen.

Das hat mich dazu inspiriert, eine Arbeit zu fotografieren, die nun den Titel Schloss Hagen Alte Ansicht trägt. Es zeigt genau diesen Brückenschlag. Sie ist im 1. Stock der Universität als permanente Installation zu finden.

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Installationsansicht by Christian Hofstadler, 2015